Jeder Pokerspieler kennt ihn - den sogenannten " Tilt-Modus". Es fängt damit an, dass man einen Pot durch einen Bad Beat verliert. Genervt spielt man weiter, stehts auf der Suche nach dem nächsten großen Pot, doch nicht selten verliert man wieder. Sei
es durch einen weiteren BadBeat oder aufgrund schlechten Spiels. In dieser Phase, wird der Pokerspieler zu sehr von Emotionen und Ungedult gesteuert. Dies gilt es streng zu vermeiden!
Wer emotional Spielt, verschenkt eine Menge Geld. Wenn du merkst, dass du genervt bist und Entscheidungen triffst, die von deinem normalen Spiel abweichen, solltest du unbedingt eine Pause machen! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gerade in dieser Phase sehr schwer fällt, die Tische zu schließen. Das liegt daran, dass man seine Session nicht beenden will, ohne das Geld wieder zurückgewonnen zu haben.
Es ist aber enorm wichtig, genau jetzt aufzuhören und eine Pause einzulegen! Solltest du dich dafür entscheiden weiter zu spielen, ist es sehr wahrscheinlich das du noch mehr verlierst! Diese Pause muss nicht lange sein. Es reicht schon, wenn du kurz auf die Toilette gehst, ein Schluck Wasser trinkst und eventuell eine Zigarette rauchst. Nach 15 Minuten Ablenkung hast du zwar noch nicht vergessen, dass du gerade viel Geld verloren hast, du hast aber Abstand zu den Spielern gewonnen, die dir das angetan haben. Versuche nicht zwanghaft einen großen Pot aufzubauen, sondern spiele wie sonst auch. Solltest du nach der Pause merken das du immernoch auf Tilt bist, höre für den restlichen Tag auf zu spielen. Morgen ist auch noch ein Tag und sicher kommt das Geld morgen wieder zurück zu dir.
Solltest du dich dafür entscheiden, heute nicht mehr zu spielen, wirst du dir wahrscheinlich den restlichen Tag über Gedanken machen... "Hätte ich nur nicht gespielt!", "Spieler XY der ******", "Dieser ****** Pokeranbieter, BETRUG!!", "Vielleicht hätte ich alles zurückgewonnen, wenn ich weiter gespielt hätte" oder ähnliches. Lass das aber sein! Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber es bringt nunmal nichts bzw. es macht einen "fertig". Versuche eine professionelle Einstellung zum Pokern zu bekommen. Sieh es doch mal so: "Spieler XY ist ein Fisch, er hat sehr schlecht gespielt und Glück gehabt. Dennoch gewinnt er z.B. nur in einem von 5 Fällen. D.h. in 4 von 5 Fällen gewinnst du. Also machst du auf Dauer Gewinn gegen diesen Spieler. Hätte dieser Spieler dieses Erfolgserlebnis nicht, würde er vermutlich nicht mehr einzahlen und du kannst in der Zukunft nichts von ihm Gewinnen." Deine Bankroll kommt auf Dauer von den Fischen, nicht von Spielern die alles richtig machen. Da sich Glück auf lange Zeit bei jedem gleich oft bemerkbar macht, wirst du demnächst bestimmt in eine Situation geraten, in der ein Gegenspieler Pech hat.......
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